Work Life Balance: Berufliche und private Bedürfnisse im Einklang

Als Work Life Balance wird gemeinhin das ausgewogene Verhältnis der Lebensbereiche Arbeit und Privatleben bezeichnet. Mit Arbeit ist in der Regel die klassische Erwerbstätigkeit gemeint, die sowohl angestellt als auch selbstständig erfolgen kann und die der finanziellen Existenzsicherung dient. Das Privatleben hingegen umfasst alles, was sich außerhalb der Arbeit abspielt. Das kann beispielsweise Zeit mit der Familie und Freunden sein, soziales Engagement oder auch Hobbys. Vielfach wird die Begrifflichkeit auch synonym zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie verwendet.


Für den Zustand des Gleichgewichts zwischen den Lebensbereichen gibt es keine allgemein gültige Definition, denn dieser unterscheidet sich von Individuum zu Individuum, da jeder seine Prioritäten etwas anders setzt. Vielmehr zeichnet sich die Work Life Balance durch eine Verteilung der verfügbaren Zeit auf die individuell priorisierten Bereiche aus, die als ausgewogen empfunden wird. Tendenziell wird beispielsweise jemand, der sich auf der Arbeit verwirklichen und dort auch private Bedürfnisse stillen kann, bereit sein, dort größere zeitliche Zugeständnisse zu machen, ohne aber Zufriedenheit einzubüßen. Jemand, der einem Hobby nachgeht, indem er aufblüht, wird dahingegen dort mehr Zeit investieren wollen.


Auch für Unternehmen ist das Thema Work Life Balance inzwischen von großer Relevanz, um langfristig als Arbeitgeber attraktiv sein zu können und eine hohe Mitarbeiterbindung zu erwirken. Vor allem für die jüngeren Generationen hat das Thema an Bedeutung gewonnen und spielt eine große Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers.
Die Palette der von Unternehmen eingesetzten Maßnahmen ist breit gefächert. Das Ziel ist dabei in erster Linie Freiräume und flexible Gestaltungsmöglichkeiten für Mitarbeiter*innen zu schaffen, um eine individuelle Gestaltung der Arbeit analog zu den eigenen Bedürfnissen zu ermöglichen. Zu den gängigsten Benefits gehören unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle (z.B. Gleitzeit, Home Office), interne Kinderbetreuung, Förderung von Sportangeboten oder die Bereitstellung von Freizeitaktivitäten (z.B. Kicker-Tisch).


Doch was in der Theorie schön klingt, ist in der Praxis nicht immer ganz so leicht umsetzbar. Häufig werden zeitliche Zugeständnisse eher zugunsten der Arbeit gemacht, da hiervon zumeist die finanzielle Existenz abhängt. Die Folge ist Stress, der im schlimmsten Fall in einem Burnout enden kann. Gerade in der heutigen Zeit ist die Abgrenzung der beiden Lebensbereiche außerdem schwieriger geworden. Die Vernetzung, ständige Erreichbarkeit und Abrufbarkeit von Informationen haben im letzten Jahrzehnt rasant zugenommen. Was wir im Privatleben gerne nutzen und wovon wir vielfach profitieren, führt auch zu veränderten Ansprüchen in der Arbeitswelt. Eine strikte Trennung der beiden Lebensbereiche ist vielfach nicht mehr möglich. Daher ist inzwischen der Begriff der Work Life Integration oder des Work Life Blending immer häufiger in der Literatur zu finden, wobei eine optimale Verbindung der beiden Lebensbereiche miteinander angestrebt wird. Life Institut business&balance berät Sie kompetent zu diesem Thema.


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